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Königsjodler Klettersteig – Hochkönig - am 10. Oktober 2026 - Königsjodler aufgrund einer Übung gesperrt

Königsjodler Klettersteig – Hochkönig - am 10. Oktober 2026 - Königsjodler aufgrund einer Übung gesperrt

Der Königsjodler Klettersteig wurde 2001 von Richard Franzl, einem Dientner Kletterer und Bergretter, ins Leben gerufen. Ursprünglich als Übungssteig für die Bergrettung und als Schnellaufstieg ins Birgkar und auf den Hochkönig konzipiert, hat der Steig schnell die Klettersteigwelt begeistert. Mit einer Länge von über 2.000 Höhenmetern und der Schwierigkeitsstufe C/D gehört der Königsjodler Klettersteig zu den längsten und anspruchsvollsten Klettersteigen in Österreich. Der Steig fordert nicht nur Klettertechnik, sondern auch Kondition – der lange Zustieg, das ständige Auf und Ab sowie die teilweise langen Gehpassagen zehren an der Ausdauer. Nur bei sicherem Wetter in der Region Hochkönig sollte der Königsjodler Klettersteig begangen werden. Wer die Herausforderung annimmt, wird mit einer atemberaubenden Aussicht auf den Hochkönig und die umliegenden Berge belohnt.

5,16 km

11:30 h

1650 hm

Wegbeschreibung

Zustieg - 1,5 bis 2,5 Stunden
Vom Parkplatz kurz vor dem Dientner Sattel auf dem Güterweg zur Erichhütte aufsteigen. Von der Erichhütte auf Weg 432 weiter. Auf 2220 m folgt ein Wegweiser. Dort nach links abzweigen und durch einige Rinnen und leichte Kletterpassagen mit Leitern in die Hochscharte und weiter in wenigen Minuten zum Anseilplatz unter dem Einstieg.

Route - 2,5 bis 5 StundenNach einem eher unangenehm schwierigen Einstieg (C/D) führt eine flache Rinne (B/C) auf den „Flower Tower“. Ein flacher einfach zu kletternder Grat (B) führt hinunter in eine Scharte (A/B). Anschließend erklimmt man in schöner Kletterei den Mühlbacher Turm (C). Es folgen die Via-Mala-Schlucht (C/D) und der Spreizschritt „Jungfrauensprung“ (C). Über die Porti-Sport-Diretissima (max. C) klettert man in absolut fantastischem Fels auf den Teufelsturm. Dann geht es steil hinunter (max. C) auf die luftige Dreiseilbrücke „Kranabetter-Steg“ (B). Auf der Lehner-Traverse (C) noch ein Stück abklettern (C/D). Es folgt ein kurzer ungesicherter Abschnitt (1-), bevor wieder versichert (B/C) ein Grat (A/B) erreicht wird. In der Folge geht es steil in den Sallerriss (C/D) hinunter. Danach steil (B/C) auf das 2522 m hohe Teufelshörndl. Ein steiler Abstieg (C), dann auf dem luftigen Brücknergrat (B) zur Dientner Schneid (C). Dies ist die vielleicht spektakulärste Passage am Steig. Super luftig aber nie richtig schwer zu klettern. Es folgt die kühne Bosch-Promenade (B und A). Anschließend kurz in eine Scharte abklettern (C) und über einen Schrofenrücken (A/B) recht mühsam hinauf zum Notausstieg in das Birgkar. Hier findet man auch einen guten Jausenplatz vor. Ebenso einen Hinweis auf die weitere Tourenplanung. Weiter im schottrigen Gelände (1-) zum Fuß des Kematsteins. Der lange Aufschwung „Franzl‘s Fantastica“ (max. C/D) und ein Grat (A/B) führen auf den Kummetstein. Dieser Abschnitt ist klettertechnisch am forderndsten. Sauberes Steigen und weniger mit den Armen ziehen sind der Schlüssel zum Erfolg. Über die „Brandner Abfahrt“ ca. 70 Höhenmeter wieder abklettern (kurz C/ D) kommt man in eine Scharte. Nach einer Querung steil auf den Matras-Kopf (C/D). Es folgen noch ein paar fotogene Spreizschritte (max. B). Über den durch eine kurze plattige Rinne (C) unterbrochenen Grat (A/B) wird der Ausstieg am Hohen Kopf (2875 m) erreicht.


Abstieg:
Variante 1:
Birgkar - Hochscharte - Erichhütte - Parkplatz Dientner Sattel 3-5 Stunden.Dieser Abstieg setzt optimale trockene Verhältnisse und ein hohes Maß an alpiner Erfahrung sowie absolute Trittsicherheit im steilen schottrigen Gelände voraus. Unbedingt entlang der Wegmarkierung absteigen. Auf keinen Fall unnötigen Steinschlag durch Abkürzungen im Schotter auslösen. Am Ende des Steiges geht es kurz steil aber gut seilversichert zurück in die Hochscharte und von dort auf dem Zustiegsweg zurück zur Erichhütte. Bei Nässe, Altschneeresten, Müdigkeit oder einbrechender Dunkelheit ist von einem Abstieg über das Birgkar dringend abzuraten.

Variante 2: Matrashaus  - Normalweg Mitterfeldalm - Arthurhaus - Wanderbus zurück zum Parkplatz Dientner Sattel. 3-5 Stunden.

Für Konditionsbolzen über den Vierhüttenweg zurück zur Erichhütte. (zusätzliche 2 Stunden)

Vom Ausstieg Klettersteig den Weg 401 etwas mühsam im ständigen Auf und Ab zum Matrashaus folgen. Ca. 45 Minuten.

Von der Hütte den Weg bis zu den Leitern. Über diese abklettern und dem Weg 430 folgen.

Über den Kniebeisser, vorbei an der Torsäule, zur Mitterfeldalm weiter zum Arthurhaus.
Dieser Abstieg ist technisch wesentlich einfacher als die Variante über das Birgkar.

Kartenmaterial:

Alpenvereinskarte 10/2 Hochkönig-Hagengebirge, 1:25.000, ISBN 3-928777-10-6 BEV ÖK 124 Saalfelden, 1:50.000

Kompass WK 15 Tennengebirge-Hochkönig, 1:50.000, ISBN 3-85491-018-5 Freytag & Berndt WK 103 Pongau - Hochkönig - Saalfelden, 1:50.000

Webinfo:

www.bergsteigen.com www.alpenvereinaktiv.com

Anmerkung:

Ab der Erichhütte gibt es entlang des gesamten Aufstieges keine Möglichkeit Wasser aufzufüllen! Der Einstieg sollte nach spätestens 2,5 Stunden erreicht sein.

Unter dem Kematstein befindet sich der Notausstieg. Der Steig zurück ist gut zu begehen und auch gut markiert.

Obwohl der Klettersteig nur wenige Stellen der Schwierigkeit „D“ aufweist ist er im Gesamten sehr anspruchsvoll und vor allem konditionell sehr fordernd.

Zügiges Klettern und vor allem eine gute Klettertechnik sind wichtig.

Bei der Tourenplanung auf Gewitter achten und den enormen Höhenunterschied bzw. Temperaturunterschied beachten! Starthöhe Parkplatz 1300 m - Matrashaus 2951m

© Markus Hirnböck

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